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Die Klausur der Klosteranlage

Von der Klausur aus den frühen Anfängen der Klosterzeit ist nichts mehr vorhanden. Bereits 1120 zerstörte ein Feuer den Ost- und den Südflügel. Der Wiederaufbau des Südflügels mit dem Refektorium erfolgte zwischen 1136 und 1161 unter Abt Sigibodo. Sein Obergeschoss, in dem sich vermutlich das Skriptorium, eine Schreibstube, und die Bibliothek befunden haben, wurde 1792 wegen Baufälligkeit abgetragen. Im Kellergeschoss dieses Gebäudeteils konnten in den vergangenen Jahren Reste einer mittelalterlichen Heizanlage freigelegt werden. Sie ist ein Hinweis auf die außerordentliche Bedeutung, die das Kloster damals hatte.

Den Ostflügel mit dem Kapitelsaal ließ Abt Thiother (1161-1176) wiederherstellen. In seinem Obergeschoss lag das Dormitorium, der Schlafsaal der Mönche. Ebenfalls erwähnt wird das Infirmarium, ein separater Raum für Kranke. Dieser Bereich erfuhr 1871/72 eine grundlegende Neugestaltung. Nach Beendigung der Restaurierungsarbeiten werden diese Räume als Tagungs- und Ausstellungsräume für die Öffentlichkeit zugänglich sein.

Ursprünglich war auch die Klausur in Ilsenburg ein geschlossener Bereich, der nur den Mönchen vorbehalten war. Der Westflügel mit den Wirtschaftsräumen und dem Eingangsbereich sowie der Kreuzgang mussten jedoch 1744 wegen ihrer desolaten Bausubstanz abgerissen werden.