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 Säule in Form eines Königskopfes

Die historische Bedeutung von Kloster Ilsenburg geht

weit über die unmittelbare Umgebung hinaus:


• Das ehemalige Benediktinerkloster Ilsenburg wurde zwischen 1003 und 1018 als Eigenkloster der Bischöfe von Halberstadt an der Stelle einer ehemaligen königlichen Jagdpfalz eingerichtet.

• Zwischen 1078 bis 1087 erfolgte der Bau der zweiten romanischen Klosterkirche. Sie gehört zu den ältesten Baudenkmalen im Harz.

• Der teilweise erhaltene Gipsfußboden in der Klosterkirche stellt mit seinen Zeichnungen in dieser Ausdehnung eine der wenigen Kostbarkeiten dieser Art aus dem 12. Jahrhundert auf europäischem Boden dar.

• Nach Hallinger stellt die Ilsenburger Klosterreform im 11. Jahrhundert eine eigene Reformbewegung innerhalb des Benediktinerordens dar, die sich teilweise unabhängig von der Clunyschen Reform durchsetzte.

• Die Ilsenburger Bibliothek gehörte einst mit zu den bedeutendsten Klosterbibliotheken im Harzraum. Einige wenige Handschriften sind heute noch erhalten.

 

 

  

Der aktuelle Forschungsstand zur Geschichte des Klosters ist zu finden in:

 

Steffen Wendlik: Geschichte als Lebensmaxime. Graf Botho zu Stolberg-Wernigerode (1805-1881). Konservatives und geisteswissenschaftliches Engagement eines nachgeborenen Adligen im Übergang zur Moderne. Halle/Dößel 2016.

Reinhard Schmitt: Denkmalpflege und Forschung: Die Klosterkirche Ilsenburg. Zur ursprünglichen Baugestalt der Ostteile im späten 11. Jahrhundert. In: Denkmalpflege in Sachsen-Anhalt. Hrsg. vom Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie in Sachsen-Anhalt, 23. Jahrgang, 2015,  Bd. 1, Petersberg 2015, S. 5 ff.

Christof Römer: Ilsenburg. In: Mönchsklöster der Benediktiner in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen. Germania Benedictina, Band 10. Hrsg. von der Bayerischen Benediktinerakademie. Historische Sektion, Emming-St. Ottilien 2012, S. 697 ff.

Christian Froh: Zum Aufbau des mittelalterlichen Kreuzhofes im Kloster Ilsenburg. In: Archäologie in Sachsen-Anhalt. Hrsg. vom Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt u. der Archäologischen Gesellschaft in Sachsen-Anhalt e.V., Bd. 5, Halle 2011, S. 316 ff.

Reinhard Schmitt: Kloster und Schloß Ilsenburg. Urkundliche, archivalische und sonstige Quellen zur Geschichte und Baugeschichte zwischen 1003 und 2003. In: Burgen und Schlösser in Sachsen-Anhalt, Heft 18, Halle 2009, S. 68 ff.

Reinhard Schmitt: Klausuren mittelalterlicher Klöster und Stifte im Umkreis des Harzes. Forschungsstand und neue Ergebnisse. In: Kunst, Kultur und Geschichte im Harzvorland um 1200 (= Arbeitsberichte/ Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, Band 8). Hrsg. von Ulrike Wendland, Petersberg-Imhof 2008.

Andreas Lindner: Landadel als Träger reformatorischer Bildungsorganisation. Bedingungen und Motive am Beispiel der Klosterschulen des Nordthüringischen Raumes (Ilfeld, Ilsenburg, Roßleben und Donndorf), Weimar 2008.

Uta Maria Bräuer: Romanische Bauornamentik im ehemaligen Herzogtum Sachsen: Riechenberg, Huysburg, Ilsenburg. Köln 2006.

Dieter Pötschke: Die Abtei Ilsenburg und andere Klöster im Harzraum (= Harz-Forschungen, Bd. 22). Berlin 2006.

Michael Kleinen: Die Einführung und Ausbreitung der Herrandreform. In: Bischof und Reform. Burchard II. von Halberstadt (1059-1088) und die Klosterreform (= Historische Studien, Band 484). Hrsg. von Matthias Becher u.a., Husum 2004, S. 26 ff.

Dieter Pötschke: Kloster Ilsenburg - Geschichte, Baugeschichte, Bibliothek. (= Harz-Forschungen, Bd. 19). Berlin 2004.

Anne-Christine Schöne: Die Kapitelle in Kloster Ilsenburg. In: Form und Stil. Festschrift für Günther Binding zum 65. Geburtstag. Hrsg. von Stefanie Lieb, Darmstadt 2001, S. 127 ff.